Team HandbALL feiert hochverdienten Sieg in Ahlen

„Wir kommen gut in die Partie, verteidigen gut, haben vorne gute Chancen, scheitern aber sehr, sehr oft an Ahlens Keeper, der in der ersten Halbzeit eine ganz starke Partie abgeliefert hat“, fasste THL-Trainer Björn Piontek die ersten 30 Minuten bei der Ahlener SG zusammen. Zur Pause liegen die Lipper mit 13:15 zurück, drehen aber in der zweiten Halbzeit die Partie. „Da haben wir nicht viel verändert, nur die Dinger reingemacht“, freute sich Piontek schlussendlich über einen 32:29-Sieg.

Beim zweiten Saisonsieg im dritten Spiel war auch Len Kehrmann wieder mit von der Partie und konnte fünf Tore erzielen. „Er konnte wieder einige Minuten in unterschiedlichen Situationen agieren“, war für Piontek die Rückkehr wichtig, denn mit Bröhl – Platzwunde aus dem Spiel in Bielefeld – und Weyer – nach einem Sturz in der zweiten Halbzeit in Ahlen geschont – fielen zwei Rückraumakteure aus.

Eine besondere Premiere in der 3. Liga feierte Lian Struck. Der 16-Jährige durfte dank des NK2-Status des DHB erstmals im Seniorenbereich spielen und feierte mit gleich drei Treffern einen tollen Einstand. „Lian hat vor kurzem den Nachwuchskader-2-Status bekommen“, kümmerten sich Piontek und Co. noch um eine Spielerlaubnis für ihn. „Weil er zum Nationalspielerkreis des DHB gehört, ist es möglich, dass er schon im Seniorenbereich spielen darf“, berichtete Piontek.

„Lians Einstand war mehr als nur gelungen, der Junge macht drei Tore, spielt auf der rechten Außenbahn, im rechten Rückraum und bei vier Rückraumspielern auch zentral im Rückraum und auch in der Crunchtime war er auf der Platte. Er hat einen super Einstand geliefert. Wir freuen uns, dass er jetzt bei uns spielen darf. Das zeigt, was für eine tolle Jugendarbeit bei Handball Lemgo geleistet wird. Wir haben bei uns im Kader richtig viele eigene Spieler aus der Jugend und dass sogar Spieler mit dem NK2 Status so früh schon Drittligaluft schnuppern dürfen, das spricht schon für eine hohe Qualität, die wir haben und was die Trainerkollegen in der Jugend abreißen“, so Piontek.

Und so konnte Lian Struck erleben, wie sein Team, das Team HandbALL, gut in die Partie startete. „Wir haben die Haupttorschützen im Griff, wir haben die Angriffsmittel überwiegend im Griff, nur wir hatten unsere eigene Abschlussquote leider nicht im Griff“, so Piontek. „Wir haben zwei Siebenmeter und sehr viele klarste Chancen ausgelassen und wenn man davon nicht wenigstens die Hälfte erfolgreich abschließt, dann liegt man halt zur Halbzeit auch verdient zurück, auch wenn du nicht schlechter bist.“

Das Blatt wendete sich aber nach der Pause, auch wenn die Gäste nicht viel verändert haben. „Außer, dass wir getroffen haben“, sagte Björn Piontek. „Wir haben unser Spiel genauso durchgezogen, haben in der Abwehr nochmal eine Schippe drauf gelegt. Haben super kompakt und gut verteidigt. Das endet damit, dass Ahlen nach 45 Minuten auf sieben gegen sechs umgestellt hat und selbst das haben wir brutal gut verteidigt. Wir haben der ASG auch da keine einfachen Schüsse gegeben, super viele Bälle abgefangen, eine überragende Mentalität gezeigt und haben vorne unsere glasklaren Chancen dann auch reingezimmert.“

Hinten raus wird es dann nochmal ein bisschen zäher und enger. Verständlich, denn „irgendwann wird es ein wenig dünner, die Körner gehen ein wenig zu Ende“, so Piontek „Am Ende gewinnen wir trotzdem hochverdient“, konnte das Team HandbALL nach dem 32:29-Erfolg beide Zähler einpacken und auf der Rückreise ihren zweiten Saisonsieg feiern.

Team HandbALL: Heine, Borreck; Struck 3, Weyer 3/3, Kleimann, Sundermann 1, Ringelkamp, Bakker 5, Bilanzola 7/1, Kehrmann 5, Byczek 2, Gogava, Stypinski 6.